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Nach über 40 Jahren: GNS und PreussenElektra schließen Vertrag über letzten CASTOR® für ein deutsches Kernkraftwerk

11.12.2023

 

Vertragsunterzeichnung für den letzten deutschen CASTOR®-Behälter

Mehr als 1.400 CASTOR®-Behälter der GNS sind bereits mit gebrauchten Brennelementen und verglasten Wiederaufarbeitungsabfällen aus deutschen Kernkraftwerken beladen und in die Standortzwischenlager sowie die zentralen Zwischenlager eingelagert worden. Bis zur endgültigen Brennstofffreiheit aller deutschen Kernkraftwerke wird GNS in den kommenden Jahren noch weitere rund 150 der über 100 Tonnen schweren Sicherheitsbehälter liefern und mit ihren Teams in den Kernkraftwerken abfertigen.

Mit dem letzten Auftrag eines deutschen Kraftwerksbetreibers für einen CASTOR®-Behälter neigt sich auch ein Stück Industriegeschichte dem Ende zu. Im November 2023 hat die PreussenElektra bei GNS ihren letzten Behälter geordert – mehr als 40 Jahre nach der Bestellung der ersten sieben Serien-CASTOR®-Behälter ebenfalls durch PreussenElektra im Jahr 1980 für das Kernkraftwerk Würgassen. Der letzte bestellte CASTOR® ist für das Kernkraftwerk Grohnde bestimmt. Die letzten CASTOR®-Lieferungen an die deutschen Kernkraftwerke werden voraussichtlich 2028 stattfinden.

Internationale Projekte treten bei GNS zunehmend in den Vordergrund

 

„Der letzte CASTOR®-Auftrag für ein deutsches Kernkraftwerk ist für uns durchaus ein bedeutender Einschnitt“, erklärt Daniel Oehr, Vorsitzender Geschäftsführung der GNS, „aber er bedeutet bei weitem nicht das Ende unseres Behältergeschäfts. Auf Basis unserer über die Jahrzehnte aufgebauten Erfahrung und ausgereiften Produktpalette haben wir schon heute langlaufende Aufträge von ausländischen Kraftwerksbetreibern beispielsweise aus der Schweiz und Belgien. In unserem Cask Manufacturing Center in Mülheim/Ruhr verlagert sich der Produktionsschwerpunkt daher schon heute zunehmend auf Behälter für ausländische Kraftwerkskunden sowie Forschungsreaktoren. Alleine in den letzten sieben Jahren hat GNS Aufträge über mehr als 120 CASTOR®-Behälter von Kunden außerhalb Deutschlands erhalten. Und wir arbeiten intensiv daran, neue Kunden aus weiteren Ländern für unsere Sicherheit „Made in Germany“ zu gewinnen.“

Dr. Guido Knott, Vorsitzender der Geschäftsführung der PreussenElektra GmbH, ergänzt: „Die CASTOR®-Behälter der GNS sind seit Jahrzehnten eine zuverlässige und über jeden Zweifel erhabene Verpackung für unsere bestrahlten Brennelemente. Sie gewährleisten eine schnelle Brennstofffreiheit und machen so den Weg frei für den Rückbau unserer Anlagen. Aber auch nach dem letzten CASTOR®-Behälter freuen wir uns auf die weitere Zusammenarbeit mit der GNS, die uns auch während des weiteren Rückbaus tatkräftig unterstützt.“

Bis heute sind an den fünf Standorten der PreussenElektra bereits rund 260 CASTOR®-Behälter beladen und eingelagert worden. Bis Ende des Jahrzehnts werden es voraussichtlich 328 sein. Insgesamt sind dann in Deutschland in den Standortzwischenlagern sowie in den zentralen Zwischenlagern und den Zwischenlagern von Forschungs- und Bundeseinrichtungen rund 1.600 CASTOR®-Behälter zur sicheren Zwischenlagerung eingelagert.

Foto: (vorne v.l.n.r.) Daniel Oehr, CEO GNS, Dr. Guido Knott, CEO PreussenElektra, (hinten v.l.n.r.) Dr. Jens Schröder, CTO GNS, Georg Büth, CFO GNS, Dr. Linus Bettermann, Vertrieb & Marketing GNS

Bei Rückfragen
Michael Köbl
Leiter Kommunikation, GNS-Gruppe

GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH
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Deutschland

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