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Auslagerung von Fässern aus dem Abfalllager Gorleben (ALG)

25.11.2016

Im Rahmen der genehmigten und routinemäßigen Auslagerung von Fässern aus der Lagergasse A des ALG stellte das GNS-Betriebspersonal kürzlich an zwei abzutransportierenden Fässern lokal begrenzte Korrosionsspuren und an zwei Fässern lokale Ablösungen der Farbschicht fest. Der durch das niedersächsische Umweltministerium beauftragte Sachverständige bestätigte vor Ort, dass die Fassintegrität nicht gefährdet und die Fassoberfläche kontaminationsfrei ist. Daher können die Fässer - wie vorgesehen -  in Container eingestellt in die GNS-Konditionierungsanlage Duisburg transportiert werden.

 

Hintergrundinformation:

Alle Fässer aus der Lagergasse A des ALG sollen auf Wunsch des niedersächsischen Umweltministeriums bis Mitte 2017 zur endlagergerechten Konditionierung ausgelagert werden, dabei wird jedes einzelne Fass vor dem Transport unter Gutachterbeteiligung inspiziert.

 Im Jahr 1999 wurde für das ALG eine bis zum 13.06.2019 befristete Genehmigung zur Aufbewahrung von Fässern erwirkt, die aufgrund der Schließung des Endlagers Morsleben dort nicht mehr eingelagert werden konnten. Diese Fässer waren zwar den Annahmebedingungen des Endlagers Morsleben entsprechend zur Endlagerung vorbereitet, gemäß den Endlagerungsbedingungen für das Endlager Konrad sind Fässer ohne weitere Umverpackung jedoch nicht zulässig. Es ist daher erforderlich, sie vor der vorgesehenen Anlieferung an das Endlager Konrad in endlagergerechte Stahlblechcontainer einzustellen. Da dies nicht am Standort Gorleben durchgeführt werden kann, müssen die Fässer ausgelagert und an einen Konditionierungsstandort transportiert werden. Um dies terminoptimiert durchzuführen, sind hierfür die beiden Betriebsstätten der GNS in Jülich und Duisburg vorgesehen.

Die erste Auslagerung der in Transportcontainer eingestellten Fässer nach Duisburg erfolgte am 21.07.2015. Mit Stand vom 25.11.2016 sind 347 Fässer aus der Lagergasse A ausgelagert worden. Insgesamt wurden inzwischen 850 Fässer inspiziert, dabei sind bislang lediglich an elf Fässern Korrosionsstellen entdeckt worden. 

 

Für Rückfragen:

Burghard Rosen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ahaus/Gorleben
02561/42-637
burghard.rosen@gns.de