Zug erreicht Dannenberg

28.11.2011

Um 3 Uhr 53 hat der letzte Transport mit hochradioaktiven Abfällen aus Frankreich die Umladestation der GNS in Dannenberg erreicht. Hier werden die insgesamt elf Behälter vom Typ CASTOR® HAW28M für die letzten Kilometer zum Zwischenlager in Gorleben auf Straßentransporter umgeladen.

Kranbetrieb

Zur Umladung kommt ein im Jahr 2001 fertiggestellter, speziell für diesen Zweck konstruierter fahrbarer Portalkran mit einer Tragfähigkeit von 160 t zum Einsatz. Der Betrieb des Krans ist, gemäß der Betriebsanweisung des Herstellers, bis zu einer Windstärke von einschließlich 7 möglich, also einer Windgeschwindigkeit von bis zu 61 km/h. Bei höheren Windstärken würde es zunehmend schwieriger werden, die rund 6 m langen und an die 120 t schweren Behälter präzise zu handhaben und auf dem Straßentransportgestell abzusetzen. Dieser Wert bezieht sich auf den dauerhaften Winddruck, nicht ggf. einzelne stärkere Böen.

Zur Ermittlung der tatsächlichen Windstärke ist auf dem Verladekran ein Windmesser installiert. Dadurch ist sichergestellt, dass nicht nur die in der Region allgemein vorherrschenden meteorologischen Verhältnisse herangezogen werden, sondern exakt die aufgrund Windrichtung, Baumbestand und Bebauung tatsächlich auf die umzuladenden Behälter einwirkenden Windstärken bekannt sind. Sollte der von uns gemessene Wind die Stärke von 7 überschreiten, werden wir die Behälter-Handhabung solange einstellen, bis die Windstärke wieder dauerhaft unter diesem Wert liegt.

Messungen an allen Behältern

Während der Umladung werden für den Straßentransport auch erneute Strahlenschutzmessungen an allen Behältern durchgeführt. Aufgrund der aufwändigen Messungen rechnet die GNS daher mit 15 Stunden Umschlagzeit. Bereits die vor Beginn des Schienentransports in Frankreich festgestellten Messwerte bestätigten, dass die zu erwartenden Strahlenexpositionen von Bevölkerung, Transport- und Begleitpersonal auch 2011 weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen und keinerlei Gefährdung für Mensch und Umwelt darstellen (vergleiche auch:  www.grs.de sowie die Grafik der GRS). 

 

Ergänzende Informationen:

- Mehr Informationen zum CASTOR® HAW28M
- Die Messwerte der in diesem Jahr transportierten Behälter (Quelle: GRS)
- Pressemitteilung des NMU: CASTOR®-Transport


Für Rückfragen:

Jürgen Auer
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, GNS Gorleben
05882/10-129

Michael Köbl
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, GNS
0201/109-1444

.... oder schreiben Sie uns an die Adresse castor2011@gns.de !