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Vorletzter CASTOR®-Transport mit hochradioaktiven Abfällen aus Frankreich

04.11.2010

Im November dieses Jahres erwartet die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH in Gorleben den vorletzten Transport mit hochradioaktiven Abfällen (Glaskokillen) aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente in La Hague. Transportiert werden zehn Behälter vom Typ CASTOR® HAW28M und ein Behälter vom Typ TN85, die jeweils 28 Glaskokillen enthalten. Nach erfolgter Einlagerung werden damit 102 Behälter mit hochradioaktiven Wiederaufarbeitungsabfällen oder mit ausgedienten Brennelementen im Zwischenlager Gorleben stehen.

Im kommenden Jahr wird der letzte Transport von hochradioaktiven Abfällen aus La Hague mit elf CASTOR®-HAW28M-Behältern durchgeführt.

Voraussichtlich ab 2014 werden noch weitere vier Transporte mit insgesamt 21 CASTOR®-HAW28M-Behältern mit Glaskokillen aus der Wiederaufarbeitungsanlage im englischen Sellafield erfolgen. Die Rückführung aller hochradioaktiven Kokillen aus der Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente soll bis 2017 abgeschlossen sein.

Diese Planungen sind von einer Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland nicht betroffen, da bereits seit 2005 keine Transporte in die Wiederaufarbeitung mehr erfolgen, sodass sich die Menge der zurückzunehmenden Abfälle nicht verändert.

Die Wiederaufarbeitung der deutschen Brennelemente war bis 2005 als Entsorgungsweg gesetzlich vorgesehen. Daher hatten die deutschen Kernkraftwerksbetreiber umfassende Verträge mit den Wiederaufarbeitungsfirmen AREVA NC in Frankreich und BNGS in Großbritannien abgeschlossen. Neben dem wiederverwertbaren Kernbrennstoff fällt bei der Wiederaufarbeitung auch radioaktiver Abfall an. Die bestehenden Verträge verlangen, dass Deutschland seine Abfälle wieder zurücknimmt. Hierzu haben sich die beteiligten Unternehmen verpflichtet. Zusätzlich bestehen völkerrechtliche Verträge zwischen Deutschland und Frankreich bzw. Großbritannien.

Die Notwendigkeit, diese radioaktiven Abfälle aus Frankreich und Großbritannien zurückzuholen, haben bis heute auch alle Bundesregierungen bestätigt.

Haben Sie Fragen zum Rückführungstransport 2010 oder zur Zwischenlagerung hochradioaktiver Wiederaufarbeitungsabfälle? Dann schreiben Sie uns an die Adresse castor2010@gns.de !

Ergänzende Informationen:

- Mehr Informationen zum CASTOR® HAW28M und TN85  
- Die Messwerte der in diesem Jahr transportierten Behälter (Quelle: GRS)
- Weitere Infos der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) zum Transport
- Presseinformationen der Polizei