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DMT: "Reges Interesse am 1. Fachgespräch Endlagerbergbau von DMT und GNS"

20.03.2012

Information der DMT:


Mehr als 200 Teilnehmer aus Deutschland und dem europäischen Ausland trafen sich am vergangenen Donnerstag beim Essener Technologiedienstleister DMT GmbH & Co. KG zum „1. Essener Fachgespräch Endlagerbergbau“. In Zusammenarbeit mit der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH aus Essen hatte die DMT zu einer Vortragsveranstaltung eingeladen. Ziel war es, eine neue Plattform für den Erfahrungsaustausch und zur Kontaktpflege mit Fachkollegen sowie Vertretern der zuständigen Behörden zu schaffen.

Der Beschluss der Bundesregierung, nach 2022 auf die Stromerzeugung aus Kernenergie in Deutschland zu verzichten, rückt die Endlagerung radioaktiver Abfälle erneut in den Fokus der Öffentlichkeit. Die vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) initiierte Bund-Länder-Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, ein Endlagersuchgesetz auf den Weg zu bringen. Georg Arens vom BMU erläuterte den aktuellen Stand der Diskussion.

Auf europäischer Ebene wurden mit der Verabschiedung der Entsorgungsrichtlinie verbindliche Eckpunkte vorgegeben. Dr. Ute Blohm-Hieber vom Referat Kernenergie, Verkehr, Ab-/Rückbau & Abfallwirtschaft der EU-Kommission stellte die Rahmenbedingungen der EU-Richtlinie vor und machte den sofortigen Handlungsbedarf deutlich, da von der Entwicklung bis zum Betrieb eines Endlagers 40 Jahre oder mehr vergehen können.

Den aktuellen Stand zur Faktenerhebung durch die DMT und zur Probephase der Rückholung der radioaktiven Abfälle aus der Schachtanlage ASSE II erläuterte Matthias Ranft vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Wilhelm Bollingerfehr (DBE Technology) referierte über Konzepte zur Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle im Rahmen der Vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben. Und abschließend stellte Dr. Philip Birkhäuser (Nagra, Schweiz) Konzepte zur geophysikalischen Erkundung möglicher Endlager-Standorte vor.

"Der unsere ursprünglichen Erwartungen weit übertreffende Zuspruch zu unserer Veranstaltung unterstreicht die Bedeutung der langfristig sicheren Lagerung radioaktiver Stoffe", erklärte Prof. Dr. Günther Apel, Leiter des Geschäftsfelds Bergbau Service bei der DMT, nach der Veranstaltung. Dr. Hannes Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der GNS ergänzte: "Angesichts der Wichtigkeit des Themas streben wir einen regelmäßigen Fachaustausch in einem solchen Rahmen an."

Die Meldung auf der Website der DMT