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  5. Zur vermeintlich „geschönten“ Gorlebenexpertise

28.08.2009

Die Ergebnisse der 1979 begonnenen übertägigen Untersuchungen des Salzstockes Gorleben wurden 1983 von der damals zuständigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in einem Zwischenbericht zusammengefasst. Dieser Zwischenbericht beruht auf den ebenfalls in Berichten dokumentierten geowissenschaftlichen Erkundungsergebnissen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Im Rahmen der umfassenden wissenschaftlichen Bewertung der Erkundungsergebnisse durch die beiden genannten Bundesanstalten ist davon auszugehen, dass die Erkenntnisse durchaus auch kontrovers diskutiert wurden.

Die Ergebnisse dieses Zwischenberichts sind aber insofern inzwischen irrelevant, als die  im Rahmen der 1986 begonnenen untertägigen Erkundung gewonnenen Erkenntnisse zur möglichen Eignung des Salzstockes Gorleben als Endlager für radioaktive Abfälle die in dem Zwischenbericht geäußerten Erwartungen noch übertroffen und die Eignungshöffigkeit bestätigt haben. Auch der damalige Bundesumweltminister Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) hat bereits im Jahr 2000 erklärt, dass die bisherigen Erkundungsergebnisse einer Eignung des Salzstockes nicht entgegenstehen.

Insofern ist der Vorwurf, der 1983 von der PTB veröffentlichte Zwischenbericht sei „geschönt“, nicht nur haltlos, sondern aus heutiger Sicht irrelevant. Eine endgültige Eignungsaussage ist erst nach einer Langzeitsicherheitsanalyse möglich, die seitens der Industrie schon seit geraumer Zeit gefordert wird, bisher aber vom zuständigen Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) noch nicht initiiert wurde.