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Strahlung beim HAW-Transport 2008 im „grünen Bereich“

17.12.2008

Die Kritik an überhöhten Messwerten während des HAW-Transports 2008 ist objektiv unbegründet. Die von den Behältern ausgehende Strahlung lag während des gesamten Transportes von La Hague nach Gorleben innerhalb der gesetzlich zulässigen Grenzen. Dies bestätigen alle vorgeschriebenen internen und behördlichen Messungen. Diese decken sich außerdem mit den Messwerten von Greenpeace.

Am Rande des diesjährigen HAW-Transports wurden von Greenpeace von außerhalb der Umladestation in Dannenberg Messungen der Strahlungswerte durchgeführt. Auf Basis dieser Messwerte werden seit dem Transport wiederholt die offiziellen Messwerte angezweifelt und die Vorgänge beim Transport kritisiert. In Wahrheit stimmen jedoch die von Greenpeace ermittelten Werte grundsätzlich mit allen anderen Messungen vor und während des Transports überein.

Bereits im Vorfeld des Transports wurden die unter Aufsicht der Behörden gemessenen Dosisleistungen aller TN85-Behälter von der Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) im Internet veröffentlicht (vgl. Link am Seitenende). Hier sind auch die Messwerte der vorangegangenen Transporte zum Vergleich abrufbar. Für alle Transporte ist die Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte Grundvoraussetzung, womit die Sicherheit von Öffentlichkeit und Begleitpersonal gewährleistet ist.

Nach der Beladung in La Hague, während der Umladungen in Valognes und Dannenberg sowie nach Ankunft in Gorleben wurden die jeweils vorgeschriebenen Messungen der Gamma- und der Neutronendosisleistung durchgeführt. Neben den Experten von AREVA NC und GNS kamen hier Gutachter des Eisenbahnbundesamtes, des zuständigen Staatlichen Gewerbeaufsichtsamtes und des Niedersächsischen Umweltministeriums  zum Einsatz.

Greenpeace-Messung im Einklang mit den offiziellen Messwerten

An der Umladestation in Dannenberg haben Vertreter von Greenpeace 2008 nach eigenen Angaben in 14 m Abstand eine Äquivalentdosis von 4,8 Mikrosievert/h gemessen. Dieser Wert ist plausibel und deckt sich mit den Abstandsmessungen in 10 m (8 Mikrosievert/h) und 20m (2 Mikrosievert/h) die unter Begleitung deutscher Behördenvertreter und Gutachter in La Hague durchgeführt wurden. All diese Werte bestätigen die Übereinstimmung mit den Vorgaben des Transportsrechts.

Diese Werte bewegen sich damit außerdem auf dem Niveau des 2006er-Transports, als letztmalig Behälter vom Typ CASTOR® HAW 20/28 CG eingesetzt wurden. Auch die von Greenpeace konstatierte Erhöhung gegenüber den Werten des 2005er-Transports ist korrekt festgestellt. Im Jahr 2005 wurden Kokillen mit deutlich geringerem Anteil an Neutronenstrahlern rückgeführt, weswegen die erlaubten Dosisgrenzwerte bei weitem nicht ausgeschöpft waren.

Das Inventar an Neutronenstrahlern beim diesjährigen Transport war dagegen bedeutend höher als in den Vorjahren. Die Messwerte beweisen also die verbesserte Abschirmung der neu entwickelten Behälter.

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