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GNS unterstützt Forschung zur Endlagerung – neues Institut an der TU Clausthal nimmt Arbeit auf

22.08.2007

Die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH fördert im Rahmen einer Stiftungsprofessur einen Lehrstuhl für Endlager-Systeme an der TU Clausthal. Dieser Lehrstuhl ist Bestandteil des neu geschaffenen Instituts für Endlagerforschung und gestaltet den ebenfalls neu konzipierten Masterstudiengang 'Radioactive and Hazardous Waste Management' wesentlich mit. Lehrstuhlinhaber Dr. Klaus-Jürgen Röhlig, mit Wirkung vom 15. August zum Universitätsprofessor im neuen Fachgebiet Endlagersysteme ernannt, wird seine Antrittsvorlesung am 5. November zu Beginn des Wintersemesters halten.

Der 49-jährige Mathematiker Röhlig studierte und promovierte an der TU Bergakademie Freiberg. Seit 1991 war er bei der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln beschäftigt. Als Professor in Clausthal will er die interdisziplinäre Forschung vorantreiben: „Wir wollen dazu beitragen, bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland zu einer Lösung zu kommen.“ Eine Klärung des gesellschaftlich relevanten Problems strebt auch die GNS an, von der die neue Stelle in der Anlaufphase als Stiftungsprofessur gefördert wird. „Wir erhoffen uns innovative, gute Anregungen in der Endlagerforschung“, sagte Holger Bröskamp, der Sprecher der GNS-Geschäftsführung.

Das Engagement der GNS erfolgt im Rahmen eines breit angelegten Programms der deutschen Energiewirtschaft zur Förderung des Kompetenzerhaltes auf allen Gebieten der Kerntechnik. Insbesondere unterstützt die GNS das Bemühen der Niedersächsischen Landesregierung, das wissenschaftliche Know-how für die Endlagerung radioaktiver Abfälle an der TU Clausthal zu konzentrieren. Niedersachsen kommt bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle besondere Bedeutung zu, da sowohl das bereits genehmigte Endlager für nicht wärmeerzeugende Abfälle im ehemaligen Erzbergwerk KONRAD als auch das Erkundungsbergwerk für hochradioaktive Abfälle in Gorleben dort liegen.