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GNS stiftet Endlagerprofessur an der TU Clausthal

14.10.2005

Die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH, ein Tochterunternehmen der kern­kraftwerkbetreibenden deutschen Energieversorgungsunternehmen E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall Europe, wird für sieben Jahre eine Endlager-Professur an der TU Claus­thal fördern. Mit Hilfe dieser Stiftungsprofessur soll ein neuer Lehrstuhl für Endlager-Systeme aufgebaut werden. Dieser Lehrstuhl wird Bestandteil des Instituts für End­la­gerforschung sein und den ebenfalls neu konzipierten Masterstudiengang 'Radio­active and Hazardous Waste Management' wesentlich mitgestalten.

Der Stiftungs­vertrag wurde heute um 15:00 Uhr durch den Niedersächsischen Minister für Wissen­schaft und Kultur, Lutz Stratmann, den Präsidenten der Technischen Uni­versität Clausthal, Professor Dr. Edmund Brandt, und dem Sprecher der GNS-Ge­schäfts­führung, Dipl.-Ing. Holger Bröskamp, unterzeichnet.

Mit dieser Stiftungs­professur unterstützt die GNS das Bemühen der Niedersächsischen Landesregierung, das wissenschaftliche Know-how für die Endlagerung radioaktiver Abfälle an der TU Clausthal zu konzentrieren. Niedersachsen kommt bei der Endlage­rung radioaktiver Abfälle besondere Bedeutung zu, da sowohl das bereits genehmigte Endlager für nicht wärmeerzeugende Abfälle im ehemaligen Erzbergwerk KONRAD als auch das Erkun­dungsbergwerk für hochradio­aktive Abfälle in Gorleben in Nieder­sachsen liegen.

Hierzu sagte der GNS-Geschäftsführer, Holger Bröskamp: "Unabhängig von der Frage der weiteren Nutzung der Kernenergie muss die sichere Entsorgung der radioaktiven Abfälle zügig geklärt und die erforderlichen Endlager dann auch schnellst­möglich rea­lisiert werden. Daher unterstützt die GNS das Vorhaben der Nieder­sächsischen Lan­des­regierung, das für die sichere Endlagerung erforderliche wissen­schaftliche Know-how in Clausthal-Zellerfeld zu konzentrieren, uneingeschränkt. Der von der GNS ge­stiftete Lehrstuhl für Endlager-Systeme soll dabei einen wichtigen Bei­trag leisten."

Die anwendungsorientierte Ausrichtung des Lehrstuhls sowie seine Einbindung in die internationale Endlagerforschung bietet die Chance, dass sich das Zusammenwirken von Forschung und Praxis verbessert und so die aktuellen wissenschaftlichen Erkennt­nisse bei der Endlagerung von radioaktiven Abfällen ohne unnötige Verzögerung umge­setzt werden können. Das Engagement der GNS erfolgt im Rahmen eines breit ange­legten Programms der deutschen Energiewirtschaft zur Förderung des Kompetenz­er­haltes auf allen Gebieten der Kerntechnik.