Verglasungseinrichtung, Karlsruhe: Planung der gesamten Maschinentechnik

Auf dem Gelände der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe wird seit Anfang 1999 eine Anlage zur Verglasung der dort lagernden rund 60 m³ flüssigen hochaktiven Abfalllösung errichtet. Diese 60 m³ Spaltproduktlösung enthalten etwa 8 t Feststoffe, darunter 504 kg Uran und 16,5 kg Plutonium. Die Gesamtaktivität beträgt zur Zeit etwa 2,0 E18 Bq (Becquerel). Der Glasschmelzofen der Verglasungseinrichtung wird elektrisch beheizt und hält das Schmelzbad eines speziellen Bor-Silikat-Glases auf einer Temperatur von etwa 1150°C. Diesem Schmelzbad wird der flüssige Abfall zugeführt; und die radioaktiven Feststoffe werden in die Glasschmelze eingelagert. Diese Schmelze wird in 1,3 m hohe 150 l-Stahlbehälter abgefüllt, die nach dem Abkühlen gasdicht verschweißt werden. Mit dieser Verfestigung ist eine Volumenreduzierung von 60 m³ auf knapp 20 m³ verbunden.