Pulverharz-Umsaug-Anlage PUSA

In Kernkraftwerken mit Siedewasserreaktoren kommen zur Wasseraufbereitung Pulverharze zum Einsatz, die in regelmäßigen Abständen erneuert und als radioaktiver Abfall entsorgt werden müssen. Um den Anforderungen für die Zwischen- und Endlagerung zu genügen, betreibt die GNS die mobile Pulverharz-Umsaug-Anlage PUSA zur Konditionierung von trockenen Pulverharzen und anderen trockenen Filterhilfsmitteln. Eine Anpassung an spezielle Gegebenheiten vor Ort ist mit der Anlage auf Grund des modularen Aufbaus möglich.

Verfahren

Die Anlage PUSA kommt kampagnenweise in den Kraftwerken zum Einsatz. Hierbei werden trockene, rieselfähige Pulverharze aus 200-l-Fässern mittels Vakuum-Hebe-Verfahren (Unterdruck) in einen zwischen- und endlagergerechten Abfallbehälter umgesaugt. Die Aufnahme der Pulverharze kann z. B. in den zuvor evakuierten GNS Gusscontainer® Typ VI oder MOSAIK® II-Behältern erfolgen. Der Befüllvorgang findet in mehreren Teilschritten statt. Rüttlereinheiten, die vor der Befüllung in den Abfallbehälter eingestellt werden und anschließend darin verbleiben, sorgen für eine gleichmäßige Verteilung und Verdichtung der trockenen Pulverharze im Behälter. Eine speicherprogrammierte Steuerung (SPS) ermöglicht eine automatische Betriebsweise der Anlage.