CASTOR® V/19

Der CASTOR® V/19-Behälter ist für den Transport und die Lagerung bestrahlter Brennelemente aus Druckwasserreaktoren (DWR) ausgelegt.

Der Behälter besteht aus einem monolithischen Körper aus Sphäroguss, einem Tragkorb zur Aufnahme der Brennelemente und dem übereinander angeordneten Verschlusssystem, bestehend aus Primär- und Sekundärdeckel sowie einer Schutzplatte. An der äußeren Mantelfläche des Behälterkörpers sind zur Verbesserung der passiven Wärmeabfuhr Radialrippen eingearbeitet. Primär- und Sekundärdeckel sind aus rostfreiem Stahl gefertigt und werden mit dem Behälterkörper fest verschraubt. Sie gewährleisten in Verbindung mit Metalldichtungen den sicheren Langzeiteinschluss der Brennelemente.

Im Zwischenlager wird das aus den beiden Barrieren bestehende Verschlusssystem permanent auf seine Dichtheit überwacht. Die Überwachung übernimmt ein Druckschalter, der im Sekundärdeckel integriert ist. Zur Neutronenmoderation sind in der Behälterwand in axialen Bohrungen Stangen aus Polyethylen sowie im Bodenbereich und an der Unterseite des Sekundärdeckels Platten aus Polyethylen angeordnet. An der boden- und deckelseitigen Mantelfläche des Behälterkörpers sind zur Handhabung der Behälter jeweils paarweise Tragzapfen angeschraubt. Zum Transport auf öffentlichen Wegen kann der Behälter mit Stoßdämpfern ausgerüstet werden.

Zulassung / Genehmigung

Der CASTOR® V/19 verfügt über alle erforderlichen Zulassungen für den Transport, Genehmigungen für die Langzeitzwischenlagerung sowie für die Handhabung in kerntechnischen Anlagen.
Der Behälter erfüllt die internationalen Vorschriften der IAEA (International Atomic Energy Agency) für Typ B(U)F-Versandstücke für den Transport auf öffentlichen Verkehrswegen (Straße, Schiene, Schiff).

Referenzen

Mehr als 330 CASTOR® V/19-Behälter sind in den Kernkraftwerken Biblis, Brokdorf, Emsland, Grafenrheinfeld, Grohnde, Isar, Neckarwestheim, Philippsburg und Unterweser bereits beladen und in den Standortzwischenlagern sowie in den zentralen Standortzwischenlagern Ahaus und Gorleben eingelagert worden.