Sicherheit ist bereits in der konventionellen Arbeitswelt ein wesentlicher Faktor, den viele Unternehmen neben der Ökonomie zu berücksichtigen haben. In den Geschäftsbereichen der Nuklearindustrie hat Sicherheit grundsätzlich Vorrang vor wirtschaftlichen Erwägungen. Dies liegt bereits im Eigeninteresse der hier Beschäftigten.
Gesetzliche Vorgaben, Bestimmungen und Auflagen aus Genehmigungsverfahren, Arbeitsschutzbestimmungen der Berufsgenossenschaft und darüber hinausgehende betriebliche Organisation ergeben zusammen ein Regelwerk, das sowohl Arbeitsabläufe wie auch technische Produkte und Handhabungen bis in Details beeinflusst.
Die Einhaltung dieses Regelwerks ist auch bei GNS betrieblichen und außerbetrieblichen Kontrollen und Prüfungen unterworfen. Technische Kontrolleinrichtungen – in wichtigen Bereichen ausfallsicher und mehrfach (redundant und diversitär) vorhanden – gewährleisten verlässlich Sicherheit für Mensch und Umwelt.
Nicht zuletzt prüfen und kontrollieren staatliche Organe mit ihren Gutachtern die nukleare Sicherheit in der betrieblichen Organisation und Technik.
Somit ist Sicherheit in allen Situationen die Hauptaufgabe der Transport- und Lagerbehälter, u. a. vom Typ CASTOR®. Dafür sind von versierten Entwicklungs- und Fertigungsingenieuren alle nur erdenklichen - auch unwahrscheinliche - Szenarien berücksichtigt worden. Auf dieser Basis wurden Schutzziele formuliert, welche die sichere Durchführung des Transportes und der Zwischenlagerung der bestrahlten Brennelemente gewährleisten. Die Behälter müssen diese Schutzziele alle ausnahmslos erfüllen, beim normalen Transport, unter normalen Lagerbedingungen und insbesondere auch bei schwersten anzunehmenden Unfällen.
Für die Zwischenlagerung der Behälter müssen spezifische Sicherheitsanforderungen erfüllt werden. Diese beziehen sich vor allem auf Langzeitstabilität. Dabei wird u. a. berücksichtigt, dass das Material der Behälter über mehrere Jahrzehnte von innen bestrahlt wird. Während dieser Zeit darf es zu keiner Materialermüdung oder zu einem Nachlassen der Dichtheit kommen. Um eine Korrosion der Dichtungen zu vermeiden, wird der Behälterinnenraum nach der Beladung im Kernkraftwerk getrocknet und mit einem Schutzgas (Helium) befüllt.
Außerdem gelten strenge Grenzwerte für Abschirmung, Dichtheit und Wärmeabfuhr während der Zwischenlagerung.