Transport

Zu den Transporten von hochradioaktiven Abfällen gehören die Überführung von abgebrannten Brennelementen in ein Zwischenlager sowie der Rücktransport der bei der Wiederaufbereitung angefallenen Abfälle.

Abfälle aus Wiederaufbereitungsanlagen

Bis 2005 wurden abgebrannte Brennelemente aus Deutschland zur Wiederaufbereitung nach Frankreich und England gebracht. Die bei der Wiederaufarbeitung angefallenen Reststoffe müssen nach Deutschland zurückgenommen werden. Zwischen 1996 und 2011 fanden zwölf sogenannte „CASTOR®-Transporte“ von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague statt. Bei den Transporten wurden 108 Großbehälter mit gut 3000 HAW-Glaskokillen ins Zwischenlager Gorleben gebracht. In den nächsten Jahren erfolgen noch weitere voraussichtlich vier Transporte mit insgesamt 21 CASTOR®-HAW28M-Behältern mit Glaskokillen aus der Wiederaufarbeitungsanlage im englischen Sellafield an noch zu bestimmende Zwischenlagerstandorte in Deutschland.

Ende 2006 hat GNS die Aufbewahrung von hochdruckkompaktierten radioaktiven Abfällen (CSD-C, Colis Standard de Déchets radioactifs Compactés) im Zwischenlager Ahaus beim BfS beantragt. Damit sollte die Einlagerung von ca. 150 Behältern aus der Wiederaufbereitung in La Hague in das Zwischenlager Ahaus genehmigt werden.

Derzeit erfolgt eine vollständige Überarbeitung des Behälterkonzepts für hochdruckkompaktierte radioaktive Abfälle („TGC27“). Dadurch verschiebt sich voraussichtlich der Zeitpunkt für den Beginn der Rückführung von Frankreich nach Deutschland auf 2025.

GNS koordiniert Rückführung

Die GNS koordiniert im Auftrag der deutschen Kernkraftwerksbetreiber die Rückführung der Wiederaufarbeitungsabfälle. Alle Transporte müssen vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt werden, ebenso müssen Transportbehälter zugelassen werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz richtet sich nach den Empfehlungen der Europäischen Kommission und der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) im Rahmen des EURATOM-Vertrags.